Blog

5 Möglichkeiten, veraltete Systeme vor Cyberangriffen zu schützen

Hacker richten in den Netzwerken von Unternehmen immer größere Schäden an, und die Fertigungsindustrie gilt als eine der weltweit anfälligsten Branchen für Cyberangriffe. Laut einem IBM X-Force-Bericht von 2019 rangierte das verarbeitende Gewerbe auf Platz 5 unter den zehn am häufigsten angegriffenen Branchen.

Moderne Zustandsüberwachungssensoren und andere WLAN-fähige Geräte verfügen über Konnektivität und fortschrittliche Cybersicherheitsfunktionen. Diese neuen Technologien können dazu beitragen, ältere Systeme und Prozesse zu modernisieren. Infrastrukturherausforderungen verhindern jedoch häufig, dass Unternehmen ihre Systeme modernisieren oder Bestandsanlagen mit neuen, sichereren Systemen verbinden.

Probleme bereiten häufig mangelnde Konnektivität, isolierte Ausrüstung und geschlossene Umgebungen. Die größte Hürde sind jedoch in der Regel die Kosten – insbesondere die Kosten zum:

  • Modernisieren vorhandener Infrastrukturen
  • Installieren von WLAN dort, wo es benötigt wird
  • Einstellen von zusätzlichem Personal für die Verwaltung der modernisierten Netzwerkinfrastruktur

Die Kosten für die Modernisierung oder den Austausch von Altsystemen sollten jedoch sorgfältig gegen die potenziellen Schäden durch einen Cyberangriff abgewogen werden.

Einfache Möglichkeiten, die Cybersicherheit Ihres Unternehmens jetzt zu stärken

Die meisten Experten sind sich einig, dass Cybersicherheit für viele Unternehmen eine nachrangige Rolle spielt und als Investition angesehen wird, die kaum oder gar keinen positiven Einfluss auf das Geschäftsergebnis hat. Die nachlässige Haltung eines Unternehmens gegenüber der Cybersicherheit zu ändern, ist eine der größten Herausforderungen.

Weitere schnelle und kostengünstige Möglichkeiten zum Schutz Ihres Unternehmens:

  1. Ersetzen Sie ältere Software und Geräte, die mit dem Internet verbunden sind. Verglichen mit den Folgen eines Cyberangriffs ist der Kauf eines Druckers kostengünstig. Wenn ein alter Drucker nicht verwendet wird, aber noch mit dem Netzwerk verbunden ist, könnte dies ein Sicherheitsrisiko darstellen. Ein Hacker könnte einen Phishing-Angriff nutzen oder Administratorpasswörter stehlen, um über den veralteten, aber weiterhin mit dem Netzwerk verbundenen Drucker Zugriff auf das Netzwerk zu erhalten. Entsorgen Sie ihn.
  2. Verzichten Sie auf die Nutzung von Netzwerksystemen durch Dritte. Aus Sicherheitsgründen neigen die meisten IT-Abteilungen dazu, die Nutzung des Netzwerks eines Unternehmens durch Dritte abzulehnen. Schlagen Sie vor, dass ein Auftragnehmer oder ein anderer externer Benutzer einen eigenen externen WLAN-Hotspot einrichtet, um das Problem zu umgehen und zu vermeiden, dass diese Personen Zugang zu Ihrem System erhalten müssen.
  3. Berücksichtigen Sie den Faktor Mensch. Viren, Malware und andere Schadsoftware können auf verschiedene Weise versehentlich in Ihr Netzwerk gelangen. Beispielsweise könnte ein Mitarbeiter seinen privaten Computer mit Ihrem Netzwerk verbinden, ohne zu wissen, dass dieser mit einem Virus infiziert ist. Um das Problem zu vermeiden, verbieten Sie es, externe Geräte ohne Genehmigung mit Ihrem internen Netzwerk zu verbinden. Sie können auch eine BYOD-Richtlinie (Bring Your Own Device) implementieren.
  4. Prüfen Sie Ihre Lieferanten. Überprüfen und verifizieren Sie die Qualifikationen bzw. Nachweise Ihrer Lieferanten und bestehen Sie darauf, dass diese bestätigen, dass sie etwaige von ihnen beauftragte Subunternehmer selbst überprüft haben. Dritte wurden in Berichten häufig als eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit eines Unternehmens genannt.
  5. Ziehen Sie einen Cybersicherheitsexperten hinzu. Es lohnt sich wahrscheinlich, einen Experten zu beauftragen, um die Sicherheit Ihres Netzwerks zu prüfen und zu bestätigen. Im Vergleich zu den Kosten, die durch eine Sicherheitsverletzung entstehen würden, ist dies gut angelegtes Geld.

Fragen, die Sie stellen sollten, bevor Sie neue Technologien einführen

Neue Technologien im Unternehmen abzulehnen oder zu blockieren, ist kein wirksamer Weg, um Cybersicherheitsbedenken zu begegnen. Andernfalls entgehen Ihrem Unternehmen die Vorteile hinsichtlich Effizienz, Kosteneinsparungen und Konnektivität.

Wenn ein Unternehmen sich für die Integration neuer Geräte in seine Infrastruktur entscheidet, sollten Sicherheitsüberlegungen oberste Priorität haben. Sie sollten sicher sein, dass die Produkte mit den neuesten Cybersicherheitsfunktionen ausgestattet sind.

Nachfolgend finden Sie einige Fragen, die Sie einem Anbieter stellen sollten, bevor Sie neue Technologien wie WLAN-fähige Sensoren einsetzen.

  1. Was sollte ich wissen, bevor ich ein Sensorgerät in meinem Netzwerk installiere? Es ist wichtig zu verstehen, wie ein Fernsensor funktioniert und wie Ihre Daten erfasst, übertragen und gespeichert werden. Fragen Sie Ihren Anbieter, welche Schutzfunktionen in das Gerät integriert sind und ob er Drittanbieter nutzt, um Ihre Daten zu schützen. Anbieter sollten Implementierungsleitfäden zur Installation bereitstellen und in der Lage sein, etwaige Lücken bei der Cybersicherheit mit Ihnen zu besprechen.
  2. Wie werden meine Daten auf dem Weg in die Cloud geschützt, und sobald sie dort sind? In der Cloud erfasste und gespeicherte Daten müssen geschützt werden. Beispielsweise verwenden die Remote-Zustandsüberwachungssensoren und Handgeräte von Fluke die neuesten TLS-Verschlüsselungsprotokolle, um übertragene Daten zu verschlüsseln. Die in der Cloud gespeicherten Daten werden anschließend durch aktive Überwachung, mehrschichtige Firewalls und externe Cybersicherheitsexperten geschützt.
  3. Ist mein WLAN-fähiges Gerät angreifbar? Bei der Bereitstellung von Industrial-Internet-of-Things-Geräten (IIoT), wie z. B. drahtlose Schwingungs- und Stromüberwachungssensoren, müssen diese Geräte den Industriesicherheitsstandards und bewährten Verfahren entsprechen. WLAN-fähige Geräte wie Sensoren von Fluke sind für die Verwendung des WPA2 Personal/Enterprise Wi-Fi-Sicherheitsmodus konfiguriert. Dieser Modus bietet das erforderliche Sicherheitsniveau für drahtlose Netzwerke in Unternehmensumgebungen. Es ermöglicht eine individuelle und zentrale Zugriffssteuerung auf Ihr WLAN-Netzwerk. Benutzer erhalten Anmelde-IDs, die bei der Verbindung mit Ihrem Netzwerk verwendet werden müssen. Anmeldeinformationen können jederzeit von einem Administrator geändert oder entzogen werden.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die Anbringung eines drahtlosen Geräts – beispielsweise eines Sensors zur Fernzustandsüberwachung – an einer älteren Anlage diese mit moderneren und sichereren Systemen verbunden und mit diesen integriert werden kann. Darüber hinaus lassen sich die Sensoren einfach installieren, ohne dass dafür Experten erforderlich sind.

Handeln Sie klug – und bleiben Sie sicher.

Der Wandel von alten, geschlossenen und komplexen Systeminfrastrukturen hin zu neuen, vernetzten und offenen Umgebungen entwickelt sich zunehmend zu einer wettbewerbsentscheidenden Notwendigkeit. Die Fertigungsindustrie wird erheblich von IIoT-gestützten Technologien und der damit verbundenen verbesserten Datenintegration und Konnektivität profitieren.

Während Unternehmen mithilfe von Automatisierung, KI und maschinellem Lernen den Übergang zur intelligenten Fertigung vollziehen, müssen sie ihre Cybersicherheit kontinuierlich stärken.

Je fortschrittlicher die Technologie wird, desto raffinierter werden auch die Cyberkriminellen. Unter den hier aufgeführten Ansätzen ist eine unternehmensweite Cybersicherheitsstrategie der Schlüssel zum Schutz vor Cyberangriffen.

Time is money. 
So let’s save both.

Spend 30-minutes with us to see how eMaint can help optimize your business. No strings, no risk.